1. EMAC Wien – ElektroModellAutoClub

Eine kurze Geschichte des ältesten Elektroklubs Österreichs (mit Meisterschaftsspiegel):

1978 wurde der 1. EMAC Wien als erster Elektroklub Österreichs gegründet.

In der ersten Zeit wurden Rennen mit 1/12-Modellen auf verschiedenen Parkplätzen ausgetragen.

1979 konnte der damalige Obmann des Vereins (Arno Berr) eine permanente Strecke in einer Tiefgarage organisieren. Lustigerweise haben wir damals die Begrenzungen aus Teppich gemacht und gefahren sind wir auf dem recht rutschigen Betonboden.

1980 Beitritt zum Dachverband (ÖFMAV) und Ausarbeitung eines Elektroreglements (nach dem Vorbild des englischen Reglements).

1981 konnten wir in die erste Hallenrennstrecke mit Nadelfilzbelag im 12. Bezirk umziehen.

In dieser Halle wurden dann auch bereits die ersten Läufe zur neu geschaffenen »Staatsmeisterschaft 1/12 Elektro« ausgetragen.

1982 haben dann 4 Fahrer (davon 3 des 1. EMAC Wien) an der Europameisterschaft 1/12 (der damals einzigen Elektroklasse weltweit) in Watford/UK teilgenommen.

Aus dieser Zeit stammen auch die ersten Kontakte zu den »großen Namen« in unserem Hobby/Sport: Nick Adams, Christian Keil, Heiner Martin, Mike Reedy, Cecil Schumacher, Christian Sterr …

Staatsmeister in der Standardklasse wird Alfred Fälbl und in der Modified-Klasse Erich Guschlbauer, beide vom 1. EMAC Wien.

1983 An der Europameisterschaft 1/12 in Mailand/I nehmen 6 Fahrer des 1. EMAC Wien teil. Die Ergebnisse sind nicht so überragend, dass man sie extra erwähnen müsste   ;-)

Staatsmeister in der Standardklasse wird Peter Strommer, die Modified-Klasse gewinnt Alfred Fälbl und die Jugendwertung geht an Peter Stemberger, alle vom 1. EMAC Wien.

1984 Die buggybegeisterten Klubmitglieder des 1. EMAC Wien bauen eine Buggystrecke am Maurer Berg.

Auch die erste öffentlich zugängliche Rennstrecke für Elektromodelle (vorerst 1/12 On Road) wird auf der Donauinsel errichtet.

Ausarbeitung eines Reglements für die neu aufkommenden 1/10-Elektro-Buggies.

Der RMC Wien wird gegründet und die Rennen finden abwechselnd auf den Strecken dieser Klubs statt.

Die Staatsmeisterschaft in allen drei Klassen (1/12 Standard, Modified und Jugend) gewinnt Dietmar Stöffler und verweist damit seine Klubkollegen Harald Wendy und Alfred Fälbl auf die zweiten Plätze.

1985 Der 1. EMAC Wien wird eingeladen, die Modellautorennen während der Internationalen Modellsportwoche in Pörtschach zu veranstalten.

Die Rennen der Klasse 1/12 werden in einer überdachten Tennisanlage ausgetragen, für das Buggyrennen wird nahe dem Strandbad eine Strecke (Gras und Sand/Erde gemischt) ausgesteckt. Die Teilnehmer kommen aus Österreich, Deutschland, England, Italien, der Schweiz und den USA. Der Sieger der Buggyklasse heißt Pete Stevens/UK.

Die Staatsmeisterschaft Elektro wird erstmals in zwei Klassen ausgetragen: 1/12 Elektro und 1/10 Buggy. Der Sieger der Klassen 1/12 Standard und 1/12 Modified heißt Harald Wendy, die Klasse 1/10 Buggy (2WD und 4WD wurden gemeinsam gewertet) gewinnt Hans-Paul Lulei.

1986 Der 1. EMAC veranstaltet wieder die Modellautorennen während der Internationalen Modellsportwoche in Pörtschach. Die Rennstrecke für die Buggies wird verlegt und fährt über das »legendäre« Schachbrett. Die Teilnahme ist wieder international. Richard Isherwood gewinnt (damals Team Parma/UK) die Buggyklasse und geht als erster Pörtschach-Sieger im See (nicht ganz freiwillig) baden.

Die österreichische Staatsmeisterschaft in beiden Klassen, 1/12 (nur mehr als Modified-Klasse gefahren) und 1/10 Buggy, gewinnt Alfred Fälbl. In der Klasse 1/12 wird Robert Mildner Zweiter, in der Klasse Buggy Michael Selner (PSV Salzburg).

1987 findet dann die erste Europameisterschaft einer Elektroklasse in Österreich statt. Während der Internationalen Modellsportwoche in Pörtschach wird ein International Race für Buggies (Sieger Glyn Peglar/UK) und die Buggy-EM (Sieger Phil Davies/UK) ausgetragen. Den EFRA-GP 1/12 (auf Teppich in der Tennishalle Werzer gefahren) gewinnt Christian Keil.

Die erste öffentliche Buggystrecke wird mit Hilfe der Gemeinde Wien am Kaisermühlendamm gebaut. Die tollen Banden aus Edelstahlblech finden leider innerhalb weniger Tage unbekannte »Liebhaber«.

Die Staatsmeisterschaft 1/12 wird wieder von einem Fahrer des 1. EMAC gewonnen, Harald Wendy heißt der Sieger. Die Buggyklasse gewinnt Michael Selner (PSV Salzburg).

1988 Die Internationale Modellsportwoche in Pörtschach findet wieder statt, die Modellautorennen werden wieder vom 1. EMAC geleitet. Die Buggystrecke wird wieder auf der »Wahlisswiese« ausgelegt und die 1/12-Rennen finden auf Nadelfilz im Tenniscenter Werzer statt.

Während des Sommers werden auf der Donauinsel Rennen mit Tourenwagen 1/10 (Buggychassis mit breiten Karosserien) im RallyeCross-Format ausgetragen – später ist daraus dann die Klasse Tourenwagen breit entstanden.

Die Staatsmeisterschaft 1/12 geht wieder einmal an Alfred Fälbl, den Titel in der 1/10-Buggyklasse holt sich Michael Selner (PSV Salzburg).

1989 wird eine weitere Europameisterschaft in Österreich ausgetragen. Während der Internationalen Modellsportwoche in Pörtschach findet die EM 1/12 statt, der Titel des Europameisters geht an Christian Keil. Außerdem findet das erste Reedy Race of Europe (außerhalb Englands) in Österreich statt. Die Teilnehmer kommen aus der ganzen Welt, Mike Reedy ist selbst anwesend. Die Klasse 4WD gewinnt Rick Hohwart/USA, in 2WD ist der Titel hart umkämpft, es gewinnt Masami Hirosaka/J vor Cliff Lett/USA.

Die Modellsportwochen werden durch das erste Internationale Pro10-Rennen zusätzlich aufgewertet. Viele international bekannte Fahrer (Masami Hirosaka, Cliff Lett, Jay Halsey, Phil Davies, Oscar Jansen, Jürgen Lautenbach …) nehmen an diesem Rennen teil, soll es doch der »Probelauf« für eine zukünftige EM sein.

Auf der Donauinsel wird die frei zugängliche Buggystrecke des 1. EMAC Wien zum dritten Mal verlegt – besteht aber an dieser Stelle bis heute.

Die Staatsmeisterschaft 1/12 gewinnt Harald Wendy (1. EMAC Wien). Die Staatsmeisterschaft bei den Elektro-Buggies wird erstmals in 2WD und 4WD getrennt ausgetragen, der Sieger in beiden Klassen heißt Michael Selner (PSV Salzburg).

Während der IMA (Internationale Modell-Ausstellung) im Messepalast/Winter 1989 kann der 1. EMAC Wien Hallenrennen veranstalten, die gute Starterfelder und großes Interesse des Publikums bringen.

1990 Eine neue Klasse entsteht. Aus Amerika kommend findet die Klasse Pro 10 auch in Österreich so viele Anhänger, dass die Austragung einer eigenen Staatsmeisterschaft gerechtfertigt ist.

Die erste Europameisterschaft der Klasse Pro 10 wird auf dem Werzer Parkplatz während der Internationalen Modellsportwoche in Pörtschach ausgetragen. Spitzenfahrer aus ganz Europa sind anwesend und in einem knappen Finish gewinnt Jürgen Lautenbach/D den ersten EM-Titel dieser Klasse.

Der Staatsmeister in dieser Klasse kommt vom RMC Wien und heißt Richard Sitar. In der Klasse 1/12 gewinnt Robert Mildner (1. EMAC Wien) den Titel, bei den 2WD-Buggies ist Richard Sitar auch erfolgreich, bei den 4WD-Buggies ist es Roland Brindelmayer (RMC Wien).

1991 Wir müssen die Halle im 12. Bezirk aufgeben, die Kosten sind zu hoch geworden. Und die anderen Klassen haben das Starterfeld 1/12 auch so klein werden lassen, dass kaum mehr Bedarf an einer Rennstrecke für diese Klasse besteht. Wir veranstalten noch ein paar Rennen auf der Donauinsel, aber für Pro 10 ist die Strecke mit 2 m Streckenbreite leider nicht geeignet.

Die Staatsmeisterschaft der Klasse Pro 10 gewinnt Roman Stopka (RMC Wien), in 1/12 ist Robert Mildner (1. EMAC Wien) wieder erfolgreich. Die Klasse 2WD-Buggy geht an Michael Selner (PSV Salzburg), 4WD-Buggy gewinnt Stefan Fuhrmann (RMC Wien).

1992 Die Klasse 1/12 wird mangels Veranstalter nicht durchgeführt. Staatsmeister Pro 10 wird Thomas Pumpler (ERC Wr. Neudorf). Die Klasse 1/10 Buggy 2WD gewinnt Peter Siller (PSV Salzburg), 1/10 Buggy 4WD Stefan Fuhrmann (RMC Wien).

1993 Staatsmeister Pro 10 wieder Thomas Pumpler (ERC Wr. Neudorf), beide Buggyklassen gewinnt Michael Selner (PSV Salzburg).

1994 Der 1. EMAC veranstaltet erstmals in seiner Geschichte keine Rennen und lässt seine Mitgliedschaft beim Dachverband ruhen.

Einige Mitglieder wechseln zu anderen Vereinen oder sind an der Gründung neuer Klubs beteiligt: Team Pro 10, MBC Stockerau …

Mangels Unterlagen fehlen ab diesem Jahr auch die Namen der Staatsmeister.

1995 Das RC-Car-Museum im Internet wird um die Einsteigertipps (= »Starting Grid«) erweitert.

1996 Die Internationalen Modellsportwochen in Pörtschach erleben eine Wiederaufnahme. In Kooperation mit dem PSV Klagenfurt findet ein EFRA-GP für Buggies statt.

1997 Das Reedy Race of Europe wird zum zweiten Mal in Pörtschach ausgetragen. Der 1. EMAC Wien unterstützt den PSV Klagenfurt bei der Organisation. Mike Reedy bringt Mark Pavidis als Topstar mit.

1998 Das Finale des Tamiya EuroCup wird in Salzburg ausgetragen. Der 1. EMAC Wien wird in die Abwicklung des Rennens eingebunden.

1999 »Schöpferische Pause«

2000 Der FunCup Austria (FCA) wird im Internet von Peter Gajdorusz (= Webmaster des rc-web.at), Martin Ellinger (RCC Grafenwörth) und Paul Srna (1. EMAC Wien) als preiswerte Einsteigerklasse für Formel 1-Modelle (1/10 Elektro) erfunden.

2001 Der 1. EMAC Wien wird wieder aktiv und tritt gemeinsam mit dem RCC DarkDog (damals noch RCC Grafenwörth) und dem MRT Purkersdorf als Veranstalter einiger FCA-Rennen auf.

Dank des kostengünstigen Reglements finden einige Einsteiger Gefallen am Hobby RC-Cars, aber auch ein paar »alte Hasen« nehmen sich gerne Zeit für einen entspannten Rennsonntag.

2002 Der MRT Purkersdorf fusioniert sich mit dem 1. EMAC Wien.

Der FCA wird um die Klassen Jugend, Hobby und Expert für Tourenwagen erweitert und erlebt die zweite erfolgreiche Saison.

Dank der Hilfe einiger aufgeschlossener Klubs (z. B. dem MM-CC in Mistelbach) können wieder 6 Rennsonntage in freundschaftlicher Atmosphäre und auf schönen Rennstrecken abgewickelt und neue Freunde für das gemeinsame Hobby gewonnen werden.

2003 Der Klub besteht inzwischen seit 25 Jahren – die Feier dazu findet im kleinen Kreis des Vorstandes statt   ;-)

Der FCA wird als Einsteigerklasse vom ÖFMAV empfohlen. An den 8 Rennen der Saison 2003 nehmen fast 250 Starter teil. Das Abschlussrennen findet – wie immer – auf der Modellbaumesse in Wien statt.

2004 Die Rennsaison im Freien beginnt zwar erst, aber der gemeinsam mit dem RC Parndorf veranstaltete erste Microspeed-FCA-Event in Neusiedl war bereits ein großer Erfolg.

Mit rund 20 Staatsmeistertiteln in den Elektroklassen und als Veranstalter und Mitorganisator von unzähligen Europameisterschaften, Reedy Races of Europe, EFRA-Grand Prixs und Internationals gehört der 1. EMAC Wien immer noch zu den erfolgreichsten Klubs, auch wenn es in den letzten Jahren etwas ruhiger um den ältesten Elektroklub Österreichs geworden ist. Schließlich werden auch Modellsportler älter und bekommen weiße Haare – bei manchen wird das sogar zum »Markenzeichen« und Erkennungsmerkmal.

Am Beispiel des Fun Cup Austria zeigt sich aber, dass von uns immer noch mit neuen Ideen für den Modellsport mit RC-Cars zu rechnen ist …

… lassen wir uns also überraschen, was die nächsten 25 Jahre bringen werden.