Wiedereinsteiger-Hilfe ... Parkplatz und Wohnzimmer 1/10 Elektro Chassis

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Wiedereinsteiger-Hilfe ... Parkplatz und Wohnzimmer 1/10 Elektro Chassis

Beitragvon Sigi_83 » 7. Januar 2013, 10:53

Erstmal sag ich Hallo hier, bin neu und ist mein erster Beitrag :D

Und das wird gleich was komisches/spezielles ...:rolleyes:



Ich bin Wiedereinsteiger - quasi - und suche ein 1/10er Elektro Chassis für einen RC-Aufbau.
Ich hatte vor 15 Jahren schon mal einen 1/10er, damals einen Carson 4WD Verbrenner und bin somit mit der Materie von klein auf schon bewandert. Wir haben früher viel an RC-Cars gebastelt und rumgewerkelt, Aufbau und dergleichen stellt keine Herausforderungen dar. Das gröbste war ein Robbe Poker 1/8er Buggy mit 22,5ccm Benzinmotor :D


Wie dem auch sei, ich habe mich dem Hobby abgewandt und bin den größeren Autos verfallen. Meine Hobbies dahingehend sind nun größere Fahrzeuge und Motoren instand zu setzen bzw ein bißchen mehr Schwung in jene Kisten zu bringen.
Sei es wie es sei, das neue Hobby bringt mich unweigerlich zum alten zurück ...


Ich habe eine ABC-Hobby Lexan Karosserie erhalten aus einer Sammellieferung in unserem Club. Die letzten Toyota MR2 Karossen welche ABC-Hobby herstellt und wir haben diese direkt aus Japan geholt. Ein komplettes Ebenbild meines großen Autos als kleines Modell sozusagen :)

Bild


So jetzt hab ich sie die Karosserie und wie weiter ?


Ich habe Dachboden und Keller durchstöbert und gesucht .. und gefunden ...
Meine alte fast unbenutzte Futaba F14 Funke, die kann man nutzen :D

Jetzt stehe ich vor dem Dilemma, hab ne Karosse und einen Sender und nix weiter. Dies bringt mich nun in euer Forum wo ich nach möglicher Hilfe suche. Ich will die Karosserie auf ein Chassis packen und stehe vor dem Problem nicht zu wissen welches das sein wird/soll ... :confused:


Freilich habe ich gestöbert und gesucht um für mich das passende zu finden. Da ich 15 Jahre weg vom Fenster bin sozusagen kenne ich mich aber so überhaupt nicht aus. Der Einsatz soll ab und an auf Parkplätzen und im Wohnzimmer sein (80m² reichen für ein paar Kurven). Ich habe den Entschluss gefasst das als Showmodell herzurichten. Ich will ab und zu damit fahren der Hauptaugenmerk soll aber auf Modellbau und Vollfunktionalität liegen. Sprich ich will da auch Lichter, Blinker und Co verbauen. Ev. sogar die Klappscheinwerfer funktionsfähig ...
Die Fahrleistungen des Chassis müssen dahe rnicht auf Wettbewerbsniveau liegen klarerweise.

Meine alte 1/10 Karosse war ein 4WD Verbrenner mit Kardan. Das ist schön und gut aber ich denke für mich nicht so recht relevant. Ich denke ein günstiges Elektromodell mit Riementrieb langt mir allemal (TA03 ? ).


Jetzt kann man die gängigen Modelle durchstöbern und findet schnell die Standardmodelle. Was ich allerdings suche sind Alternativen :)
Hier in der Suche bin ich auf Fernost-Produkte wie das Sakuro S Zero gestossen ...

Zum Hintergrund des ganzen ... ich habe unlängst ein Haus bekommen und bin mitten in kostenintensiveren Umbauarbeiten. Hobby ist ja schön und gut aber man muss es nicht übertreiben. Deswegen hab ich mir den Plan gefasst, da der Fokus mehr auf Funktion liegt ein Chassis im Bereich 50-80€ zu suchen. Kein RTR ich bau auch gerne auf. Da ich nicht sonderlich viel Geld investieren möchte und hier immer wieder von 400€ Budget für Einsteigermodelle lese bin ich da jetzt etwas unschlüssig.


Was könnt ihr mir für Chassis empfehlen die für mich ev geeignet wären ? Bzw. wonach sollte ich Ausschau halten ?
Es sollte was passables sein, für Ab- und An- Ausfahrten herhalten können und den Rest verbringt es in der Vitrine. DerFokus wird später auf der Funktionalität liegen.
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Beitragvon paul » 7. Januar 2013, 11:47

Da ich annehme, dass es die 190 mm breite MR2 ist, sollte die Karosserie auf die meisten aktuellen Tourenwagen Elektro 1/10 passen

Chassis unter € 100,– gibt es zwar, aber damit habe ich kaum Erfahrung (und dann keine guten :o ) …
… TA–03 ist auch bereits Geschichte und vielleicht noch als Sammlerstück zu bekommen (aber nicht ganz billig) :rolleyes:

Je nach "Geschmack" würde ich sagen, kommen in Frage
> Sakura S zero – Baukasten etwa € 130,–, gute Mittelklasse, Riemenantrieb, voll kugelgelagert, ohne Karosserie, Ersatzteile über Wiener online Shop oder bei Rennen :cool:
> Tamiya TT–01E – Baukasten etwa € 150,–, Einsteigermodell ("der Klassiker" – daher relativ gute Ersatzteilversorgung), Kardanantrieb, mit Karosserie und Standardmotor, aber oft ohne Kugellager und nur mit Reibungsdämpfer (reicht zwar zum "Herumfahren", aber macht so nicht viel Spaß)
> LRP S10 Blast TC Non–RTR – Baukasten etwa € 100,–, Einsteigermodell, Kardanantrieb (Aluwelle), ohne Elektronik, aber kugelgelagert und Öldämpfer
> den S10 gibt es auch noch als Club Racer um etwa € 70,–, dann brauchst Du aber auch noch Reifen und Felgen; vielleicht der günstigste Kompromiss zwischen Preis und Ausstattung :rolleyes:

Jedenfalls wirst Du noch etwas Zubehör brauchen, damit sich dein Modell auch bewegt :)
> Ladegerät (mit eingebautem Netzteil und LiPo Programm) ab € 60,–
> Akku (2s LiPo im Hardcase) etwa € 50,–/Stück (für Hobbyfahrer reichen 1 bis 2 Stück!)
> Motor und Regler, je nach Bezugsquelle gibt es gute Brushless Sets schon ab etwa € 70,–, brushed ab etwa €*50,-

Und für den Karosserie Ausbau würde ich dir einen Blick in das Nachbarforum der Drifter empfehlen > http://www.rc-drift.at :cool:
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Beitragvon Sigi_83 » 7. Januar 2013, 12:09

Da lohnt sich ja fast einschlägige Bösen wie willhaben zu durchforsten bzw. das Projekt mal auf Eis zu legen.

Da schlagen mir ja die Kleinigkeiten schon fast 200€ nochmal aufs Budget und das Geld bekomm ich schon fast die Bodenfliesen für das zweite Bad :D


Edit: Hab mir mal den LRP S10 angeschaut in der 70€ Version, der gefällt mir schon ganz gut. Ich könnte ja das Elektrogeraffel mal beiseite lassen und Chassis mit Karosse fertig aufbauen um den Rest langsam dazu zu kaufen ...

Fragt sich nur was besser wäre, der LRP mit Kardan oder der Sakura mit Riemen.
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Beitragvon meser » 10. Januar 2013, 15:28

Ist natürlich auch die Frage was bei dir "langsam dazu kaufen" bedeutet.. stellt es dich denn zufrieden, wenn du erst in beispielsweise ein paar Jahren mit dem Modell fertig wärst?
Der Apfel fällt nie weit vom Stamm.
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Beitragvon paul » 10. Januar 2013, 19:42

zum in die Vitrine stellen ist es egal, ob Kardan oder Riemen :D

im Ernst:
> beim Sakura sind schon Felgen und Reifen dabei und das Chassis ist insgesamt um (mindestens) eine Klasse höher einzustufen ;)
> wenn Du lieber langsam Geld ausgibst reicht der S 10 auch zum "herumrollen" :)

insgesamt wird am Ende wenig Unterschied sein – und hängt auch von deinen "Ansprüchen" ab (anders gesagt: wie sehr Du "Qualität" haben willst, auch wenn Du das – noch – nicht einschätzen kannst oder eigentlch nicht brauchst) :rolleyes:
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Beitragvon Sigi_83 » 11. Januar 2013, 09:38

Ja genau das ist die Frage die ich noch im Hinterkopf habe - das wie lange und wie viel nutze ich es ...


Derzeit mit dem Hausumbau würde ich sagen die nächsten 2 Jahre kaum bis gar nicht, sondern eher für die Vitrine, gelegentliche Bastelabende um die Beleuchtung zu machen und sowas und 3 mal im Jahr auf dem Parkplatz fahren.
Eventuell nutze ich es später mehr sollte sich meine Freizeit vergrößern das kann ich zur Zeit aber noch nicht sagen.


Ich hab zur Zeit 2 Herangehensweisen im Hinterstübchen.

Ad. Pkt 1: Da ich kaum bis selten fahren werde kann ich auch gleich für 59,90 von conrad diesen Reely 1:10er inklu allem holen die Karosse drauf pappen und den als Stand und Gelegenheitsfahrmodell nutzen. (Karo mit Klettbandhalterung, ich will ohnehin keine Löcher rein machen aus ästhetischen Gründen).
Ad. Pkt 2: Ich kauf nen Sakura bau das Chassis mit Felgen auf und hab derzeit ein Standmodell. Sobald sich mehr Freiraum ergibt dann die Komponenten wie Motor und Co zubauen.

Zweiteres hätte den Nachteil das ich bis ich fertig bin erst mal gar nix fahren kann. wobei bei ersterem wieder der Fall eintreffen kann, dass ich mit dem Billigschassis dann irgendwann doch unzufrieden werde und ein gescheites nachkaufe.

Bei intensiver Fahrweise wird's das Reely nicht bringen das weis ich jetzt schon. Ich hatte vor 15 Jahren ein Carson Modell mit Force Motor und 4WD. Das war am Ende nicht soo prickelnd und bei exzessiver Fahrweise sollte man zu hochwertigerem tendieren. Das Reely stufe ich nochmals eine Klasse drunter an und für zumindest halbwegs gescheite Setups wird man wohl Dämpfer und co sowieso schmeissen können was mir so die suche bestättigt.

Ich haddere derzeit noch mit mir selbst wie ihr seht :D
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Beitragvon paul » 11. Januar 2013, 13:25

um das Modell "zu bewegen" reicht das Reely Chassis natürlich auch – die Beschreibung ist allerdings mehr als "optimistisch", um nicht zu sagen realitätsfern :o

aber wenn deine Planung auf etwa 2 Jahre ausgelegt ist, bleiben dir Investitionen ohnehin nicht erspart = dann wird es wahrscheinlich andere gute Mittelklasse Chassis (ähnlich dem Sakura S zero) geben, die dann angeboten werden oder Du hast inzwischen einen guten Gebrauchten von einem Klubfahrer bekommen ;)

ich mag zwar Aluchassis für E–Modelle überhaupt nicht, aber wenn Du die Karosserie ohnehin nicht "zu stark belasten" willst, dann ist ein langsameres Modell (oder jedenfalls langsamere Fahrweise) ohnehin angesagt :)
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Beitragvon Sigi_83 » 12. Januar 2013, 19:22

In wie fern ist die Beschreibung realitätsfern ?
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ungefähr so

Beitragvon paul » 13. Januar 2013, 00:31

wie wenn man einen normalen Golf als Hochleistungs Sportwagen bezeichnen würde :D

Beschreibung

Mit diesem Tourenwagen-Chassis steht Ihnen ein optimal abstimmbares Fahrwerk zur Verfügung, das im Bezug auf Handling und Fahrleistung keine Wünsche mehr offen lässt. Denn hochwertige Tuningteile, die Sie bei anderen Modellen erst teuer zukaufen müssen, wurden bei Ihrem Qualitäts-Chassis von REELY bereits serienmäßig verbaut. Somit bietet Ihnen dieses Modell neben der perfekten Fahr-Performance auch ein gigantisches Preis-/Leistungsverhältnis.

Also ist eigentlich jeder dumm, der sich ein "richtziges" Wettbewerschassis kauft > weil das ohnehin nur teurer ist ...
...Alu ist zwar schwerer als Carbon (und verbiegt sich auch = Set Up ist unbrauchbar - für den Wettbewerb)
Und anscheinend ist Reely auch der Meinung, dass alle Alu-Dämpfer gleich (gut) sind > sind sie aber nicht
ganz zu schweigen von Kugellagern, Reifen, Felgen und Einlagen ...

Ausstattung

Alu-Chassisplate und Oberdeck
Rot eloxierte Kardanwelle, Gewinde-Alu-Öldruckstoßdämpfer
Metall-Hauptzahnrad
Einzelradaufhängung
Kegelrad-Differenziale
Spur und Sturz einstellbar
540er Elektromotor
Schaumstofframmer
Universeller Akkuschacht mit Schnellwechselhalter
Universelle Karosseriehalter zum individuellen anpassen an sämtliche Karosserien.

Alu-Chassis ist für Verbrenner ganz gut, weil es zur Kühlung beiträgt, für Elektro aber nicht (siehe oben)
die Farbe der Kardanwelle ist ziemlich egal und die Topmodelle sind derzeit praktisch alle mit Riemenantrieb
Metallhauptzahnrad ist auch nicht die beste Wahl (laut und schwer)
Einzelradaufhängung ist selbstverständlich bei TWs
Kegelrad-Differentiale sind zwar jetzt "state of the art" - aber nicht aus Stahl
540er Elektromotor sagt ungefähr so viel wie "Vierzylinder Motor" (bei 1:1)
...
Alles klar :rolleyes:
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Beitragvon wclever » 3. Februar 2013, 23:14

Mein Vorschlag:
Kauf dir ein Tamiya XBS-Modell (und zwar den Schnitzer BMW-M3).
Da tust du dann deine eigene Karo drauf und ich übernehm zu einem fairen Preis die BMW-Karo von dir (ich möchte nämlich unbedingt so eine haben, aber schon fertig lackiert für die Vitrine (die, die ich mir selber gemacht habe ist naja sagen wir mal eher für die Distanz geeignet - vom Fahrerstand aus schaut sie gut aus.....)).

Da hätten wir also beide was davon:
Du ein vollständiges fahrbereites Modell (das für deine oben beschriebenen Ambitionen sicher reicht und sinnvolles Tuning (Kugellager, Kardan,....) kannst dir dann ja kleinweise je nach vorhandenem Budget einbauen) und ich meine M3-Karo für die Vitrine. :)
wclever
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